Zurzeit ist kein Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen geöffnet.
Lokalen Aktionsgruppe Eisacktaler Dolomiten

Fast am Ziel:

Über 92 Prozent der LEADER-Mittel im Gebiet der Eisacktaler Dolomiten verplant

Bild: LAG-Mitglieder besichtigen die neue Freizeitanlage “Troggraben” in Rodeneck

Eisacktal/Rodeneck – Im Rahmen der Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Eisacktaler Dolomiten am 20. Mai 2026 in Rodeneck wurden weitere drei Förderprojekte für Villnöß, Afers und Gufidaun ausgewählt. Vor der Sitzung im Vereinshaus Vill besichtigten die Mitglieder gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Achmüller die kürzlich fertiggestellte Freizeitanlage „Troggraben“. Das Areal zeigt eindrucksvoll, wie ein moderner, generationenübergreifender Treffpunkt für Jung und Alt entstehen kann.

Für LAG-Präsident Robert Messner ist das kürzlich von der Gemeinde Rodeneck fertiggestellte Projekt der Freizeitanlage „Troggraben“ ein Paradebeispiel für gelungene Regionalentwicklung zur Steigerung der Lebensqualität für junge Bevölkerungsschichten direkt vor Ort. „Die Bilanz der laufenden Förderperiode kann sich durchaus sehen lassen: Mittlerweile wurden bereits 11 Projekte auf den Weg gebracht. Damit haben wir bereits über 90 % der uns bis 2029 zur Verfügung stehenden Fördermittel von 2,42 Millionen Euro – also über 2,2 Millionen Euro – fest gebunden“, ergänzt Robert Messner.

Im Rahmen des fünften Aufrufs zur Einreichung von Projektvorschlägen wurden drei weitere, innovative Initiativen ausgewählt, die die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in den Gemeinden nachhaltig stärken:

Grüne Energie und Gemeinschaft in Afers: Um der Abwanderung entgegenzuwirken, errichtet die Gemeinde Brixen einen lokalen Erholungs- und Freizeitbereich in der Bergfraktion Afers. Auf Wunsch der örtlichen Vereine entstehen zwei moderne Holzbauten für die Ausrichtung von Festen und Veranstaltungen. Die Strukturen stehen nachher der gesamten Bevölkerung zur Verfügung und werden von der lokalen Gemeinschaft geführt.

Das Projekt setzt zudem ökologische Maßstäbe: Die Anlagen werden rein elektrisch beheizt und betrieben und werden über eine eigene Photovoltaikanlage mit Speichersystem versorgt. Die Struktur für den Aufschank von Getränken und die Verabreichung von Speisen sowie die benachbarten Lagerräume und öffentlichen Toiletten sollen künftig auch im Winter offen sein, wo auf dem benachbarten Bolzplatz ein Eislaufplatz entsteht.

Ein interaktiver Kräuterweg für St. Peter Villnöß: Die Tourismusgenossenschaft Odles gestaltet entlang des Bühlweges im Dorfzentrum von St. Peter einen Kräuterweg, der wichtige Dorfeinrichtungen wie die Schule, das Seniorenwohnheim und künftig auch das Museum im Mesnerhaus miteinander verknüpft. Die Idee wurde gemeinschaftlich von lokalen Kräuterexpertinnen, einer Landschaftsplanerin, einer Landschaftspflegerin und dem Versuchszentrum Laimburg entwickelt. Im Netzwerk von Slow Food Travel Villnöß entstehen dazu eigene Führungen und eine exklusive Teeserie. Die Realisierung ist für 2027 geplant.

Neue Begegnungsräume und ein Dorfwohnzimmer für Gufidaun: Nach der Schließung der letzten Dorfbar schafft die Gemeinde Klausen neue soziale Treffpunkte in Gufidaun. Auf Basis der Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung wurden vier bestehende Freiflächen im Dorf ausgewählt, die im Rahmen des Projektes aufgewertet werden. Im „Hohen Haus“ wird ein ungenutzter Raum als offenes Dorfwohnzimmer für Familien eingerichtet, das flexibel per Bürgerkarte zugänglich ist und von der Dorfgemeinschaft selbst verwaltet wird. Entlang der zentralen Dorfachse werden zudem weitere Freiräume aufgewertet und zu Begegnungsräumen umgestaltet.

„Im Rahmen ihrer Sitzung in Rodeneck hat die LAG ihren Blick bereits nach vorne gerichtet, um auch die noch verbleibenden Restmittel der Entwicklungsstrategie gezielt einzusetzen und noch innerhalb dieses Jahres verpflichten zu können. Vom 14. September bis zum 16. Oktober 2026 startet die LAG einen weiteren Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen, bei welchem Vorschläge für Kooperationsprojekte und Projekte zur Schaffung und Aufwertung von Basisdiensten, Angeboten und Strukturen für die ländliche Bevölkerung gesucht werden“, berichtet Susanne Rieder, Bezirksreferentin und die stellvertretende Vorsitzende der LAG Eisacktaler Dolomiten.

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