LEADER Eisacktaler Dolomiten – Über 1,8 Millionen Euro für lokale Projekte gesichert – Neuer Aufruf im Frühjahr 2026

Eisacktal/Brixen – Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Eisacktaler Dolomiten zieht eine positive erste Bilanz: In den ersten vier Aufrufen konnten bereits acht zukunftsweisende Projekte genehmigt werden. Um die restlichen Fördermittel optimal zu nutzen, passt die LAG nun ihre Strategie an und öffnet im Frühjahr das nächste Zeitfenster für Förderanträge.
Seit dem Start der aktuellen Förderperiode wurden im LEADER-Gebiet der Eisacktaler Dolomiten bereits rund 1,8 Mio. Euro an Beiträgen verpflichtet. Das entspricht über 75 % des gesamten verfügbaren Budgets im Zeitraum 2023-2027. Die Bandbreite der unterstützten Vorhaben ist groß: Sie reicht von der Neugestaltung des Freizeitgeländes „Troggraben“ in Rodeneck über Gehsteigverbindungen in Lüsen bis hin zur Sanierung des Mesnerhauses in St. Peter/Villnöß. Auch innovative Wege werden eingeschlagen, etwa durch die Förderung eines Start-ups zur 3D-Druckfertigung aus landwirtschaftlichen Abfällen.
Fokus auf Infrastruktur und Gemeinschaft
In ihrer Sitzung am 26. November 2025 hat die LAG beschlossen, den Finanzplan anzupassen. Da von privaten Trägern bisher nur ein einziges Projekt eingereicht wurde, fließen die verbleibenden Mittel nun verstärkt in den Ausbau lokaler Basisinfrastrukturen für die ländliche Bevölkerung (LEADER-Aktion SRD07). Davon profitieren künftig vor allem Projekte im Bereich der ländlichen Wege, Einrichtungen für den ländlichen Tourismus sowie Freizeiteinrichtungen für die lokale Bevölkerung.
„Wir arbeiten im aktuellen Förderzeitraum 2023-2027 mit einem verkürzten Zeitplan und einem beschränkten Budget“, erklärt Robert Messner, Präsident der LAG Eisacktaler Dolomiten. „Umso wichtiger ist es, die wenigen verfügbaren Mittel zielgerichtet und rasch umzusetzen, um diese optimal nutzen zu können.“
Obwohl die Mittel für rein private Projekte (wie betriebliche Investitionen oder Neugründungen) aufgrund der Umschichtungen vorerst erschöpft sind, bleibt die LAG offen neue Vorschläge. Vize-Präsidentin Susanne Rieder betont: „Es ist schade, dass trotz mehrfacher Bewerbung der Fördermöglichkeiten für private Akteure nur ein einziges Projekt eingereicht wurde. Aufgrund der kurzen Laufzeit blieb uns keine andere Wahl, als die Mittel dorthin umzuschichten, wo die Nachfrage höher ist. Sollten dennoch Ideen zu privaten Projekten bestehen, können diese gerne jederzeit an uns herangetragen werden.“
Nächste Chance für Projektanträge im Frühjahr
Am 27. Januar 2026 wurde die neue Entwicklungsstrategie offiziell verabschiedet und zur Genehmigung an die Verwaltungsbehörde in Bozen weitergeleitet. Damit steht auch der Termin für den nächsten Projektaufruf fest: Vom 30. März bis zum 30. April 2026 können wieder neue Vorschläge eingereicht werden.
Dafür stehen insgesamt über 585.000 Euro an Fördermitteln bereit, unter anderem für:
Ländliche Entwicklung & Infrastruktur (SRD07): ca. 405.000 € (70 % Förderung)
Soziale & kulturelle Investitionen (SRD09): ca. 140.000 € (70 % Förderung)
Kooperationen & Intelligente Dörfer (SRG07): ca. 40.000 € (80 % Förderung)
Interessierte Gemeinden, Vereine und Organisationen sind eingeladen, sich rechtzeitig über die Kriterien zu informieren und werden von den Mitarbeitern der GRW Wipptal/Eisacktal im Hinblick auf die Vorbereitung und Einreichung der Projektvorschläge jederzeit gerne beraten.
Kontakte:
Präsident Robert Messner – 348-3576139 – robert.messner@brennercom.net
Vize-Präsidentin Susanne Rieder – 340 4736499 – susanne.rieder@bzgeis.org
Koordinator Joachim Hofmann – 347-1279409 – joachim.hofmann@grwwipptal.it





